Bekomme ich im Strafrecht Prozesskostenhilfe?

Prozesskostenhilfe (PKH) ist für den Beschuldigten oder den Angeklagten im Strafverfahren nicht vorgesehen. Ausnahmen bilden allerdings die Nebenklage und das Adhäsionsverfahren.

So kann ein Nebenkläger unmittelbar im Strafverfahren als Geschädigte/r einer Straftat nach § 397a Abs. 2 StPO Prozesskostenhilfe beanspruchen.

Im Adhäsionsverfahren können Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche (Schadensersatz als Ausgleich immaterieller Schäden), die aus der Straftat erwachsen, statt in einem eigenständigen zivilgerichtlichen Verfahren bereits unmittelbar im Strafprozess gegen den Täter geltend gemacht werden. Der Sache nach handelt es sich jedoch um eine zivilprozessuale Verfahrensgestaltung und nicht um das eigentliche Strafverfahren.

Im Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht (Bußgeldverfahren) kann eine Beratungshilfe in Anspruch genommen werden. Diese gibt es in Hamburg jedoch nicht, da hier die Öffentliche Rechtsauskunft (ÖRA) eingerichtet und zuständig ist. » Weitere Informationen (verschiedene Sprachen)

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